Nahezu parallel zur Einführung der KNC1 TV-Station DVB-S2 Plus von KNC1 kündigte TechnoTrend eine ähnliche, eigene TV-Kartenlösung für DVB-S2 basierte Modulationsverfahren an. TechnoTrend ist als langjähriger TV-Kartenproduzent und für Qualitativ gute Lösungen bekannt, welche oft auch durch die Kompatibilität mit vielen Freeware-Anwendungen glänzen. Aufgrund von Lieferproblemen eines Herstellers konnte die Karte leider bisher so gut wie gar nicht ausgeliefert werden – und wenn doch, dann fast schon in homöopathischen Mengen, was die Preise in die Höhe trieb. HDTVTotal.com konnte als eine der wenigen HD-Plattformen im Internet, eine der begehrten Karten ergattern und liefert hier nun einen vollständigen Testbericht zur S2-3200.
Ähnlich der KNC1 TV-Station DVB-S2 Plus bietet die TechnoTrend S2-3200 keinen eigenen MPEG-4 Decoderchip, welcher die Dekodierung der H.264-Signale übernehmen könnte. Aus diesem Grund ist hier leider ein sehr leistungsstarkes System vonnöten, um überhaupt in den Genuss ruckelfreier HD-Bilder über Satellit zu kommen. Dennoch ließen wir es uns nicht nehmen die Karte einem eingehenden Review zu unterziehen.
Die Installation der Kartentreiber ist an sich kein Hexenwerk. Die Karte wird hierbei einfach in einen freien PCI-Slot gesteckt und der PC anschließend neu gebootet. Gleich nach dem Hochfahren wird von Windows XP (bei 2000 wird das ähnlich sein) eine neue Hardwarekomponente gefunden und nach Treibern verlangt. Als Installationsmedium wird nun die mitgelieferte CD bzw. die heruntergeladenen Treiber angegeben und nach kurzer Zeit ist die Karte bereits im System vorhanden.
Nach der erfolgreichen Installation der Treiber, kann man nun die mitgelieferte Software installieren. Diese nennt sich BDA-App. Ein Datenclient zum Beispiel für DSL über Satellit wird ebenfalls mitgeliefert – dieser wird mit der Software installiert. Ein kurzer Test mit Casablanca als Datenclient funktionierte einwandfrei.
Abschließend zur Installation der Software wird noch die Cyberlink PowerDVD7 H.264 Edition installiert. Mit dieser wird der Cyberlink H.264 Codec installiert, der später zur Wiedergabe von HD-Videos und Audios benötigt wird. Ein Test der mitgelieferten PowerDVD7 Version mit einer DVD verlief erfolgreich: d.h. man erhält quasi eine "kostenlosen" sehr gute DVD-Playersoftware zur Karte dazu!
Die Installation der Treiber und Software benötigte in etwa fünf Minuten und verlief absolut problemlos. IRQ-Probleme traten überhaupt keine auf - auch eine Zuweisung über das BIOS war nicht nötig um die Karte stabil zu betreiben.
Zur Hitze der Karte lässt sich sagen, dass man einen Slot frei lassen sollte oder sich einen kleinen Slot-Kühler, ähnlich einem für Festplatten, zulegen sollte. Die Karte wird insbesondere im HDTV-Betrieb relativ heiß (Wie wir unsanft merken mussten verbrennt man sich dabei die Finger!!!), was sich sicherlich auch nicht positiv auf die Haltbarkeit der Karte auswirken dürfte. Wir befestigten einen kleinen Gehäuselüfter auf die Karte, womit sie dann keine Probleme mehr hatte.
Der Karte liegt eine eigene Software mit dem eigentlich wenig klangvollen Namen "BDA-APP" bei. Diese Software dient der Abdeckung aller eventuell benötigten Funktionen – also einfacher ansehen der Sendungen, Aufnehmen sowie mittels eines Zusatzprogrammes (BDA-DATA) auch dem Empfang von Datendiensten via Satellit. Aber dank BDA-Treiber sind auch externe Programme nutzbar und teilweise der hauseigenen vorzuziehen.
3.1.1 BDA-APP
Die Software bietet alle Grundfunktionen, die man von einer ordentlichen TV-Karte heutzutage erwarten kann. Zu diesen zählen unter anderem die Aufnahme, Wiedergabe, Organisation von TV Sendern sowie von Radio Kanälen über Satellit.
Die Oberfläche wirkt im Vergleich zu anderen Anwendungen vielleicht etwas " übersichtlich", aber erfüllt ihren Sinn und Zweck – reine Funktionalität. Aufnahmen sind über einen Timer möglich, der sich auch über den Windows Taskplaner ansteuern lässt. Auch eine Programmierung auf wöchentlicher oder täglicher Basis ist individuell möglich. Im EPG [01] ist eine Möglichkeit vorhanden die angezeigten Daten direkt an den Timer zu schicken - Aufnahmen fallen hierdurch besonders leicht. Auch aus der Programmzeitschrift heraus lässt sich eine Aufnahme erstellen - ebenfalls über den Timer.
Der Videotext ist klassisch einfach aufgebaut und bietet alle Funktionen, die man von einem Videotext erwartet.
Obwohl das Programm DVB-Viewer PRO nicht im Lieferumfang der Karte mitgeliefert wurde, wollten wir uns es nicht nehmen lassen insbesondere die H.264 Wiedergabe zu testen. Das Programm kostet 15€ - man bekommt seine Zugangsdaten via E-Mail zugeschickt. Alles in Allem aber scheint das Programm wesentlich mehr Funktionen zu bieten, als die ursprünglich mit der Karte mitgelieferte Software, und sollte bei einem Wechsel mindestens eine Überlegung wert sein zu erwerben.
Bei unserem Test wollten wir nur die Unterstützung auf H.264 & DVB-S2 untersuchen. Nach einem kurzen Test unserer bisher mit einer TechnoTrend Budget Karte genutzten DVBViewer Pro 3.5 Version fanden wir im Forum von DVB-Viewer sofortige Hilfe. Ein Download der aktuellen Betaversion (3.5.0.50) sowie der benötigten DVB-Viewer Filter (2.8.2) half uns da relativ schnell weiter. Nach der Installation dieser Updates und einem abschließenden Senderdurchlauf [02] fanden sich die HD-DVB-S2 Sender von Pro7, Sat.1 , AstraHD und AnixeHD in unserer Kanalliste. Ein Öffnen der entsprechenden Sender war ohne Probleme möglich, auch das Abspielen von mit DVB-Viewer Pro aufgenommenen *.TS Dateien war ohne Probleme möglich.
Zwischenfazit für Alternativsoftware:
Eine sehr gute Alternative zur Originalsoftware und bei 15€ sicherlich auch nicht zu teuer - man erhält immerhin Updates auf Lebenszeit! Ein weiterer Vorteil der DVB-Viewer Software ist, dass man gerade in einem HTPC oft mehrere Karten nutzen will. Das Programm unterstützt eine solche Vielzahl von Karten, dass es oftmals möglich ist mit mehreren Karten und diesem einen Programm einwandfrei zu arbeiten. Gerade im direkten Vergleich zur mitgelieferten BDA-APP fällt der Unterschied an Einstellungsmöglichkeiten beim DVB-Viewer auf. Es lassen sich VideoCodecs frei einstellen, die Hardware, Audio und sonstigen Eigenschaften lassen sich gut einstellen. Auch die EPG-Unterstützung, der Timer und die Kanalliste sind wesentlich komfortabler als die mitgelieferte BDA-APP Software.
Der Cyberlink Einstellungsassistent, welcher sich bei einem Blick auf die Audioeinstellungen öffnet, erlaubt Einstellungen, wie zum Beispiel die der Lautsprecher sowie bestimmter Theater/Musik-Modi. Das Programm gibt alles ohne Probleme wieder - sowohl HD-Aufnahmen mit AC3-Ton als auch MPEG-2 Aufnahmen inklusive MPEG-2 Audio. Im Audiodialog lässt sich außerdem noch einstellen, ob ein eventuell vorhandener AC3-Stream bei den Aufnahmen berücksichtigt werden soll und während der Wiedergabe - sofern er vorhanden ist - verwendet werden soll. Eine direkte AC3-Ausgabe über SPDIF der Soundkarte (hier eine Creative Soundblaster Audigy Platinum) ist kein Problem. Unser Testsystem #1 lieferte einen astreinen AC3-Ton an den KenWood VRS-5100 Verstärker, der wiederum unsere Magnat-Boxen befeuerte. Das Signal wurde als roher AC3-Stream erkannt und dementsprechend verarbeitet.
Auch ein manueller Wechsel der Tonspuren ist überhaupt kein Problem. Über einen simplen Rechtsklick auf einen Kanal und einer Auswahl mittels eines Dropdownmenüs wird das Tonspurwechseln zum Kinderspiel. Hier kann man (je nach Kanal) zwischen Stereo & Dolby-Ton, sowie bei manchen Sendern auch zwischen verschiedenen Sprachspuren wechseln.
3.3 Video
Weitaus umfangreicher sind die Einstellungsmöglichkeiten bei der Videooption im Einstellungendialog. Hier gibt es zum einen die Möglichkeiten zwischen verschiedenen Hardwaremodi (VideoMixingRenderer & VMR 9) auszuwählen, sowie die Farbeinstellungen zu verändern (Helligkeit, Grün/Rot, Gelb/Blau, Kontrast, Sättigung). Weitere wichtige Einstellungen sind desweiteren die Hardwarebeschleunigung sowie die des Deinterlace-Modus (Bob oder Weave). Bei unseren Tests haben wir die Erfahrung gemacht, dass insbesondere bei schnellen Kameraschwenks (Action - Filme, Fußballübertragungen) eine feste Einstellung auf "Bob" von Vorteil ist, da sich dann das Auftreten von "Kammmuster" bei TV-Übertragungen minimieren lässt.
Eine Besonderheit der Software ist der separat verfügbare Einstellungsdialog für H.264-Kanäle. Hier lassen sich die Werte, die bei einer Kanalkodierung in H.264 verwendet werden, getrennt einstellen. Für die Hardwarebeschleunigung ist hier allerdings nur ein Modi Verfügbar - DXVA.
Die TechnoTrend S2-3200 ist natürlich in der Lage DVB-S darzustellen und zu empfangen. Hier unterscheidet sie sich kaum von Karten anderer Hersteller bis auf einen Punkt: Subjektiv kam bei unserem Test das Gefühl auf, dass die Karte äußerst stabil läuft und bisher keine Aussetzer produziert hat. Die Aufnahmen sind 100%ig in Ordnung, das Bild gestochen scharf (abhängig von der Quelle) und die Performance liegt auf einem angenehmen Level. Die Performance des Programms schwankte auf unserem Testsystem #1 zwischen 8% Systemlast und ca. 15% Systemlast (Testsystem #2 30-50%), was sich wohl durch die gute Hardwareunterstützung durch die Grafikkarte ergibt. Selbst mit Timeshifting kam das System nie über 25% Systemlast hinaus. Es trat zu keiner Zeit ein Ruckeln während unseres Testbetriebes auf. Nur während der Umschaltzeiten verzögerte das Bild etwas - ca. 1-3 Sekunden, wobei dies nie störend auffiel.
Das Hauptargument für die TechnoTrend S2-3200 ist sicherlich der mögliche Empfang von DVB-S2 modulierten Sendern. Diese bringt ein neues Modulationsverfahren mit sich, welche die Bandbreite auf einem Transponder effektiver nutzen kann. Außerdem wurde HDTV bisher nur in MPEG-2 gesendet (Astra HD, Euro 1080) und hier mit Bitraten von 16-20 mbit/s. Beim neuen DVB-S2 Standard wird auf H.264 (einer Form von MPEG-4) gesetzt, was die Bildqualität bei gleicher Bandbreite deutlich verbessern soll. Beide Bandbreitenvorteile werden die Sender bewegen, in Zukunft für HDTV auf diese Verfahren zu setzen, da es ihnen eine kostengünstigerere Übertragung ermöglicht, und somit ist nur eine Karte mit diesen Voraussetzungen für die nächsten Jahre als zukunftssicher anzusehen. Testsystem #1 schaffte eine ruckelfreie Wiedergabe von HDTV in H.264 ohne größere Probleme. Hier traten keine Ruckler auf. Das System lag bei aktivierter Hardwarebeschleunigung durch die Grafikkarte (eine ATI Radeon X1800XT) zwischen 35 und 56% Systemauslastung - wohl gemerkt bei einer DualCore CPU! Dementsprechend gingen die Umschaltzeiten auch deutlich langsamer vonstatten - zwischen 2 und 5 Sekunden dauerte der Senderwechsel bei unserem Testsystem #1. Bei aktivem Timeshifting, was mittlerweile fast jede TV-Karte können sollte, ging die Systemlast auf bis zu 70% hoch, was zu kurzen Aussetzern führte. Auch das Programm reagierte auf aktives Timeshifting während der H.264-Wiedergabe sehr träge. Bei unserem Testsystem #2 war die Wiedergabe von HDTV-Material über DVB-S2 nicht möglich - eine CPU-Last von über 80% und ständige Ruckler machten ein Anschauen von DVB-S2 Sendern in H.264 zur sprichwörtlichen Qual. Die Aufnahme mit gleichzeitig deaktivierter Ton/Bildausgabe gelang hingegen bei einer Last von knapp 35%! Ein reines Aufnehmen von HD-Material scheint also auch mit deutlich schwächeren PCs möglich zu sein.
Das Aufnehmen bei gleichzeitiger Wiedergabe von H.264 kodierten Sendern funktionierte dagegen bei Testsystem #1 einwandfrei. Unser Testsystem #1 konnte das HD-Programm von Pro7, Sat.1, AstraHD und AnixeHD ohne Probleme aufzeichnen. Die Aufnahmen in H.264/MPEG-4 wurden als *.TS TransportStreams abgelegt - es kann hier zum Aufzeichnen von H.264/MPEG-4 kein anderes Format ausgewählt werden. Bei MPEG-2 kodierten Sendern kann man zwischen MPEG, TS und PVA auswählen. Die letzten beiden Formate sind für HD-Fans besonders von Interesse, da diese den gesamten Transportstream aufnehmen, also alle mitgesendete Daten wie Bild, Tonspur(en) und Zusatz- und Hilfsdaten (EPG, 16:9-Formatumschaltung).
Die aufgezeichneten Aufnahmen ließen sich auf unserem Testsystem bei einer leicht geringeren CPU-Auslastung von ca. 30% mittels VLC Media Player, MediaPlayer Classic oder PowerDVD 7 ruckelfrei abspielen. Auch der Ton war astrein in AC3 abgelegt worden. Am besten von allen Programmen kam merkwürdigerweiße der Media Player Classic zurecht - hier war sogar ein Vorspulen der Aufnahmen problemlos möglich, ohne das sich das System aufhängte. Die Ausgabe erfolgte hierbei dann auf einem 20" TFT von Samsung - beeindruckende Bilder! Bildfehler, wie beim KNC1 TV-Station DVB-S2 Plus Test, traten in keinem der Testbetriebe auf - unser System konnte alle Aufnahmen fehlerfrei und ruckelfrei abspielen. Auch eine Nachjustierung der Farbeinstellungen, wie bei der KNC1 von N öten war, war bei unserem Test nicht notwendig.
Nach mehreren erfolgreichen Aufnahmen von unter anderem Lost [03] , Grey's Anatomy, Fluch der Karibik [04] und Freaky Friday [05] auf Pro7HD sowie Navy CIS [07] auf Sat.1HD merkten wir deutlich, dass die Bildqualität um einiges besser als bei den zeitgleich gesendeten SD-Versionen ist. Auch bei dem hochskalierten Programm ist ein Unterschied zum SD-Kanal zu erkennen - auch wenn dieser nicht so groß ist wie bei einem in nativem HDTV gesendeten Material, aber es erreicht einen "Near-DVD" Level.
In der BDA-APP war es leider nicht möglich, einen anderen Codec anstatt den mitgelieferten von PowerDVD7 zu verwenden. Im DVB-Viewer hingegen war ein kleiner Test, ob andere Codecs ebenfalls funktionieren, erfolgreich: der Mainconcept MPEG-4/AVC Codec funktioniert einwandfrei. Hierzu wurde die Demoversion des Mainconcept MPEG-4/AVC Encoders v.2 installiert. Er bewegte sich bei der Systemleistung aber auf ähnlichen Niveau, wie der von PowerDVD7.
Die TechnoTrend S2-3200 verfügt, ähnlich der KNC1, über eine Schnittstellenerweiterung für ein optional erhältliches CI-Modul. Dieses Common Interface für TT-budget-S/C/T-1500 Modul ist über den TechnoTrend Shop für einen Preis von ca. 30€ erhältlich und wird mittels eines Flachbandkabels an die Karte angeschlossen. Ein ausführlicher Test hierzu erfolgt, sobald wir das passende CI-Modul und die sonstige erforderliche Hardware hierzu erhalten haben. Offiziel besitzt weder die S2-3200 noch das CI-Interface eine Zertifizierung eines Bezahlfernsehsenders wie Premiere, Sky oder Canal+, allerdings werden alle gängigen freien CAM-Module unterstützt und somit ist der Empfang von vielen Pay-TV-Sendern bedingt möglich, auch wenn es gegen deren AGBs verstößt.
Mit der Karte wird eine Fernbedienung inklusive Batterien und ein Infrarotempfänger mitgeliefert, welcher hinten an der Karte neben der F-Buchse angeschlossen wird. Im BDA-APP Programm wird danach unter "Einstellungen -> Tastatur" jeder Key einzeln mit der gewünschten Funktion belegen. Ein erster Test dieser Funktion ließ eine gute Funktionsfähigkeit erahnen. Es lässt sich nahezu jede sinnvolle Funktion mit einer eigenen Taste belegen und bequem fernsteuern. Insbesondere für MediaCenter Lösungen sicherlich eine gute Wahl! Aber wenn die Karte in einem Media Center benutzt wird kann auch bis zu einem gewissen Grad die Media Center Fernbedienung genutzt werden.
Internet via Satellit
Auch die TechnoTrend S2-3200 verfügt über ein eigenes Programm, BDA-DATA, welches die Möglichkeit Internet via Satellit zu nutzen besitzt. Wir konnten das bisher mit Casablanca testen, welches vorzusammengestellten Content aus dem Internet (wie Nachrichten und andere Topseiten, welche man in den Rotationsstream hineinstimmen kann) auf die lokale Festplatte streamt und über einen Proxy zugänglich macht. Dies ging ohne weitere Probleme.
LNB-Steuerung - Diseqc 1.0
Die Karte unterstützt Diseqc 1.0 und kann aus diesem Grund mehrere Satellitenpositionen über eine motordrehbare Satellitenanlage ansteuern. Dabei ist aber zu achten, dass die Zahl der angesteuerten LNBs nicht zu hoch sein sollte, da die über den PCI-Bus gelieferte Spannung dafür eventuell zu gering sein könnte.
HDCP als der kommende Verschlüsselungsstandard für HD-Material, wird sowohl auf den kommenden HD-Medien wie Blu-ray Disc und HD-DVD eingesetzt (hier zusätzlich zu AACS) als auch bei HDTV-Sendungen über Satellit, Kabel und Terestrisch. Bei Pro7HD und Sat.1HD fehlt momentan ein solcher HDCP-Flag. Als einzige Sender senden momentan PremiereHD und AnixeHD einen solchen HDCP-Flag mit. Eigentlich sollte dieser eine Ausgabe auf nicht HDCP-fähige Komponenten verhindern und eine Aufnahme nach der Ausgabe ebenso.
Bei unserem Test mit AnixeHD konnten wir allerdings problemlos Aufnahmen erstellen (wenn nicht gerade in dem Moment das HDCP deaktiviert gewesen sein sollte). Ob und wie dies mit PremiereHD möglich ist werden wir sofort prüfen,sobald das passende CI-Modul bei uns eingetroffen ist.
Fazit: Zusammenfassend lässt sich für die Karte eine Empfehlung ausstellen. Die Karte glänzt durch einen erträglichen Preis von knapp 130€, einer guten, ausgereiften Software, umfassender Treiberunterstützung sowie mit einem glasklaren Bild. Auch die Zukunftsfähigkeit kommt nicht zu kurz - H.264-Unterstützung, optionales CI-Modul. Außerdem ist sie die erste und bis jetzt von uns einzige getestete ausgereifte TV-Karte.
Von uns kommt daher eine Kaufempfehlung, für Leute mit ensprechend leistungsstarken Computern!
Vor allem der Vorteil gegenüber der KNC1, nicht die Originalsoftware nutzen zu müssen sondern auch auf alternative Software, wie zum Beispiel DVB-Viewer Pro, ausweichen zu können hat uns sehr gefallen. Ähnlich wie bei der KNC1 ist auch eine optionale Erweiterung möglich - das hierzu passende CI-Modul ist außerdem relativ preiswert (knapp 30€). Ein kleines Manko ist im Moment noch die fehlende Linux/Mac Unterstützung, sowie die fehlenden optionalen Anschlussmöglichkeiten der TechnoTrend - hier sind keinerlei analoge Eingänge wie bei der KNC1 vorhanden. Außer einer F-Buchse und einem Infrarotanschluss für die Fernbedienung ist kein weiterer Anschluss vorhanden.
Eure Meinung zur TV-Karte und Artikel sind wie immer erwünscht, Diskussion im Forum unter TechnoTrend S2-3200 HDTV-S2
5.1 Angaben des Herstellers zum Produkt und Entwicklungsfortschritt
Zum Zeitpunkt des Testendes war leider keine Stellungnahme seitens TechnoTrend zu einigen von uns gestellten Fragen bei uns eingetroffen. Unter anderem erhofften wir uns Klarheit über die Verarbeitung von HDCP Broadcast Flags, den unterstützten CAMs, ob eine Aufnahme in *.mp4 irgendwann möglich sein wird, sowie der Unterstützung alternativer Betriebssysteme wie Linux und MacOS zu verschaffen.
Wir hoffen dennoch, dass TechnoTrend diese Antworten noch nachliefert. Diese werden dann in unseren Testbericht über das CI-Modul der Karte einfließen.
Daten zur TechnoTrend: S2-3200 (DVB-S2 Budget TV-Karte)
- SCPC/MCPC mit bis zu 45Msymbols/s
- QPSK mit 1/2, 2/3, 3/4, 5/6, 6/7, 7/8
- bis zu 60 Mbps Datenrate
- SCPC mit bis zu 30Msymbols/s
- QPSK und 8PSK mit 1/4, 1/3, 2/5, 1/2, 3/5, 2/3, 3/4, 4/5, 5/6, 8/9
- LDPC und BCH Decoder laut DVB-S2 Voraussetzungen
- Digitaler Nyquist Filter mit den Faktoren 0.20, 0.25, 0.35
- bis zu 90 Mbps Datenrate
Range Frequency
- Frequenzbereich: 950-2150 MHz
- QPSK Demodulation nach EN 302 307
- RF Eingangslevel: -65 bis zu –25 dBm
- Eingangsstecker: IEC F-Typ female
- LNB Steuerung: 14/18V, 22 kHz, Tone Burst, DiSEqC 1.0, max. 400 mA
Intern / Extern
Intern (PCI)
Anschlüsse
1x Ant-In
1x InfraRot-Anschluss
Sonstiges
-
Baugleich
Keine Baugleichheit oder Ähnlichkeit
Software
Treiber
Eigenentwicklung
BDA (Ab WinXP SP2)
TV-Software
Lieferumfang
Alternativen
- BDA-APP
- DVB Viewer
Kompatibilität:
Betriebssystem:
Windows
Ab Windows 98
Apple
Nicht kompatibel
Linux / Unix
Treiber in Arbeit
Kopierschutz:
HDCP (HDMI und DVI)
Wird weitergereicht, aber kein Aktivierung
Macrovision (YUV)
Wird weitergereicht, aber kein Aktivierung
Module:
CI-Modul
Lieferumfang
TV-Karte TechnoTrend S2-3200
Fernbedienung für S2-3200 inkl. Batterien AA (TypR6)
Infrarotempfänger für Fernbedienung S2-3200
CD mit Treibern
TV-Kartensoftware von TechnoTrend (BDA-APP) sowie Handbüchern