Ich kam mit KUK-Filmproduktion in Kontakt, weil ich auf der CeBIT 2006 ein Foto eines Philips 3D-Displays geschossen hatte auf dem auch ein 3D-Film der KUK-Filmproduktion zu sehen war und für die Veröffentlichung in Wikipedia brauchte ich eine Freie-Lizenz für eben dieses Bild. Diese Lizenz wurde mir freundlicherweise gewährt und ich kam aus Neugier zusätzlich ins Gespräch über weitere Informationen über das Bild und allgemein über die Firma.
KUK-Film bietet nicht nur erstaunliche 3D-Filmproduktionen, sondern auch weitere innovative und einzigartige Werke. Ausschlaggebend war aber für dieses Interview, dass alles dieses in HDTV-Auflösungen oder gar Digitalkino-Auflösungen erstellt wird, so dass wir euch dieses in keiner Weise entgehen lassen wollen.
Viel Spaß beim Lesen.
1. Stellen Sie sich und die
KUK-Filmproduktion bitte vor! (-horn-)
"Wir
produzieren seit mehr als 14 Jahren Filme und Medien für
Themenparks, Erlebniswelten, Events, Science Center, Firmen und
Produktpräsentation. Dabei haben wir uns auf Spezialformate
konzentriert, also beispielsweise 360° Filme, Motion Ride (mit
beweglicher Plattform, die das Filmerlebnis auch körperlich
spürbar macht) und vor allem 3D-Filme (echte stereoskopische
Realfilme, nicht zu verwechseln mit 3D-Computeranimation CGI).
Ich bin Produzent und Regisseur und Geschäftsführer der Fa. KUK Filmproduktion GmbH und gemeinsam mit meiner Frau Sabine Kluger auch Inhaber der Fa. KUK Filmproduktion GmbH."
(j.kluger)
2. Was genau hat KUK-Film mit HDTV zu
tun? (-horn-)
"Unsere
Filme werden überwiegend auf großen
Leinwänden präsentiert, deshalb haben wir von Anfang
an in höheren Auflösung produziert. Das konnte vor
einigen Jahren nur 2K-Auflösung realisieren. Deshalb kam uns HD
sehr zugegen, weil damit in der Produktion der Workflow wesentlich
vereinfacht wurde. Es war damit möglich - wenn auch mit dem
Nachteil der Kompression - zum Beispiel beim Dreh auf 35 mm das Negativ
auf HDCAM Tapes zu transferieren, was für viele Szenen
ausreichende Qualität bietet und im Handling und von den
Kosten wesentliche Vorteile gegenüber 2K-Scanning bietet."
(j.kluger)
3. Was ist der Vorteil in der
Produktion in HD? (-horn-)
"Vorteile
im Hinblick auf die Produktion wurden in der vorherigen Antwort
benannt. Und wesentlicher Vorteil ist natürlich die ca.
fünffache Auflösung im Vergleich zum PAL Video
Standard und damit die höhere Brillanz und Schärfe
der Bilder, worauf gerade bei Großprojektionen nicht
verzichtet werden kann. Aber auch für die Wiedergabe auf
Screens ist die Bildqualität hervorragend.
Bei der Produktion von 3D-Film ist es oft notwendig, zur Optimierung
der stereoskopischen Parameter in der Postproduktion die Bilder zu
skalieren, also ins Bild hineinzuzoomen. Da hilft die hohe
Auflösung von HD ungemein, das wäre in PAL Video gar
nicht zufriedenzustellend zu realisieren."
(j.kluger)
4. Mit welcher Bildfrequenz nehmen Sie auf und vor allem geben sie
diese wieder? Sie haben schließlich
zwei unabhängige Datenströme, also die doppelte Anzahl Bilder pro Sekunde
als bei normalen HDTV mit 25 oder 30 Bildern pro Sekunde. Liegen also beide Datenströme mit
unveränderter Bildwiederholrate in der Filmdatei vor und stellen sie beide wieder dar, damit es nicht zu
Flackern bei zu niederiger Bildwiederholrate
pro Kanal bei der Wiedergabe kommt? (-horn-)
"Wir nehmen zwei Ströme Full HD, also 1920x1080 progressiv auf.
Und in dieser Auflösung werden die Filme auch in der Postproduction bearbeitet
und gemastert.
Die Wiedergabe ist abhängig von der Auflösung der verwendeten
Medientechnik. Oft werden zwei Projektoren mit je 1280x1024 Auflösung eingesetzt,
aber da ja immer mehr Full HD Projektoren auf den Markt kommen,
wird auch auf der Wiedergabeseite Full HD bald zum Standard.
Wir beschäftigen uns aber bereits mit Möglichkeiten, insbesondere für 3D
large format Projekte, in noch höheren Auflösungen zu produzieren.
Wir drehen immer mit 25 Bildern pro Sekunde."
(j.kluger)
5. Wo genau können unsere
Leser Ihre Werke sehen? (-horn-)
"Der
für die Robert Bosch GmbH hergestellte 3D-Film war auf der
IAA, der Tokyo Motorshow, dem Genfer Autosalon und zuletzt im WM
Rahmenprogramm in Stuttgart zu sehen.
Unsere Filme für die T-Com sind überwiegend nur bei
internen Veranstaltung zu sehen, wie auch viele andere unserer
Projekte. Das ist natürlich einerseits schade, liegt aber in
der Natur der Sache.
Wir gehen aber davon aus, dass auf der kommenden Funkausstellung einige
Displayhersteller wieder gerne uns Filme zu Demonstrationzwecken
präsentieren, wie dies auch schon auf der letzten CeBIT der
Fall war." (j.kluger)
6. Was genau haben Sie mit A.C.T
Kern / Philips zu tun, dass Ihr Film "Kastanie Zeitraffer / BUGA 06
München" auf deren 3D-Display während der CeBIT 2006
lief? (-horn-)
"Wir
stehen natürlich in Kontakt mit den wichtigsten Entwicklern
und Herstellern von 3D-Displays.
Bei diesen besteht großes Interesse an gut
präsentierbarem Content, um einen möglichst positiven
Eindruck von der Qualität der Displays zu vermitteln.
Dies war auch bei Philips der Fall und bei einem Besuch in Eindhoven
wurde vereinbart, dass wir für die CeBIT Ausschnitte aus
unseren Produktionen zur Verfügung stellen."
(j.kluger)
7.0 KUK-Film bezeichnet sich als Pionier
und Innovationsträger. Auf was dürfen wir in Zukunft
gespannt sein? (-horn-)
"Wir
verbinden soeben die digitale Bildbearbeitung in HD mit den
Möglichkeiten der Stereoskopie.
Wir sind dabei schon wesentliche Schritte vorwärts gekommen
und bieten einen reibungslosen Workflow von Drehbarbeiten, der
Postproduktion bis zur Präsentation in 3D HD.
Wir haben viele Gestaltungsmittel, die aus dem normalen 2D-Film bekannt
sind, auf 3D übertragen:
extremer Zeitraffer und Zeitlupe, auch Makroaufnahmen, Fahraufnahmen
bei Autofilmen, Darstellung von 3D-Screens im 3D-Film (eine wirkliche
Neuheit!).
Dennoch sind die kreativen Möglichkeiten der
räumlichen Darstellung bei weitem nicht voll
ausgeschöpft.
Dies stellt für uns die größten
Herausforderung dar, filmische Gestaltungsmittel zu kreieren, die
über die bisher bekannten Möglichkeiten des 3D-Films
weit hinausgehen.
Es ist für uns so spannend wie der Übergang von
Schwarzweiß zu Farbe." (j.kluger)
7.1 Nutzen Sie für Zeitlupenaufnahmen spezielle digitale HD-Kameras oder gehen Sie aufgrund der benötigten extrem hohen Bildfrequenzen dort einen Kompromiss ein und über den Umweg über Analogaufnahme mit anschließendem digitalem Scanning? (-horn-)
"Wir haben für stereoskopische 3D-Aufnahmen mit digitalen Highspeed Kameras gearbeitet, die gegenüber analogen Kameras viele Vorteile bieten. Man kann sozusagen in der Vergangenheit aufnehmen, da der Speicher permanent aufzeichnet, dadurch geht kein Ereignis mehr verloren. Außerdem kann die Aufnahme sofort kontrolliert werden. Natürlich muss man mit dem Kompromiss bzgl. geringere Auflösung bei höheren Bildfrequenz leben, aber oft wird durch die besondere Faszination der verlangsamten Abläufe der Mangel in der Bildqualität toleriert." (j.kluger)
7.2 Was genau dürfen wir uns unter "3D Screens im 3D Film"vorstellen? (-horn-)
"In mehreren Filmen für die T-Com ging es darum, autostereoskopische Display (= 3D-Display, die den 3D-Eindruck ohne Brille vermitteln) darzustellen. In einem normalen 2D-Film wäre es natürlich unmöglich, ein 3D-Display mit dem Stereo-Effekt zu zeigen. Im 3D-Film ist das wiederum möglich - allerdings nur mit größerem Aufwand. Man kann auch mit einer 3D-Kamera das 3D-Display nicht einfach abfilmen. Also dreht man sozusagen ein "leeres" Display und setzt die 3D-Darstellung auf dem 3D-Display nachträglich in der Postproduktion ein. Dabei müssen ganz bestimmte stereoskopische Parameter berücksichtig werden, da sich ein 3D-Bild in einem weiteren 3D-Raum befindet. Und wenn sich dabei auch noch die Kamera bewegt - was man sich für dynamisch Szenen ja wünscht - dann wird es besonders knifflig. Aber wir haben die Herausforderungen alle bewältigt, der Effekt ist verblüffend." (j.kluger)
7.3 Aus Ihren Ausführungen kann man deutlich herauslesen, dass KUK-Film sich an der Frontlinie befindet und sich Ihre Aufgaben über die reine Produktion von Filmen hinausgeht und auch
Entwicklungsarbeit beim Erstellen von vorher nicht verfügbaren Werkzeugen zur Tagesordnung gehören. Die Mitarbeiter des Teams müssen also nicht nur Ihr Haupthandwerk beherrschen, sondern auch interdisziplinär und quer denken, um neue Mittel und Wege zur Lösung zu erschließen? (-horn-)
"Wenn eine Aufgabe erstmal unlösbar erscheint, dann wird sie für unser Team erst richtig interessant.
Und die interdisziplänere Arbeitsweise, Lösungsansätze abseits eingefahren Wege, Vernetzung von Kompetenzen - dies gemeinsam stellt die Basis unserer Arbeitsweise dar." (j.kluger)
8.0 Welches 3D-Verfahren wird von
Ihnen bevorzugt eingesetzt? (-horn-)
"Wir
haben sowohl mit unserem System Super-35 3D als auch mit High
Definition HD beste Erfahrungen gemacht.
Prinzipiell wird keines der beiden Systeme bevorzugt. Wir analysieren
die Aufgabenstellung des jeweiligen Projektes und wählen
danach die passende 3D-Aufnahmetechnik. Beim 3D-Film für Bosch
beispielsweise gab es Dreharbeiten sowohl im Gebirge in 3000 Meter
Höhe als auch im sonnigen Italien. Da hat sich Super-35 3D
bewährt, da mit dem Negativfilm ein sehr großer
Spielraum hinsichtlich des Kontrast gegeben ist.
Die Filme für die T-Com, mit gut kontrollierbaren
Lichtsituationen, wurden ausschließlich digital gedreht,
teilweise wurden die Szenen direkt von der Kamera unkomprimiert auf
Festplatten ausgezeichnet und sofort im Schnittsystem bearbeitet."
(j.kluger)
Polarisation (Brille mit orthogonal polarisierten Folien)
8.1 Und welche Darstellungsmethode wird eingesetzt? Nicht jeder Kunde kann sich mit dem Tragen einer anaglyphen Brille anfreunden, PowerWalls werden nur in großen Firmen im CAD-Bereich eingesetzt, polarisierte Darstellung wird eine Domäne des Kinos über Lang bleiben und Shutterbrillen und 3D-Displays sind noch in der Anfangsphase für den Heimnutzer. Wie wägen Sie die Entscheidung ab, welche Methode bei welchem Auftrag anzuwenden ist, um das perfekte Ergebnis zu erzielen? (-horn-)
"Ich denke, dass autostereoskopische Displays einen wesentlichen Anteil für den breiten Durchbruch von 3D bedeuten werden.
Es gibt prinzipiell zwei Ansätze:
single-view Displays für einen Betrachter, mit und ohne Eyetracking (wobei auch ohne Eyetracking durchaus gute Ergebnisse zu erzielen sind - siehe Sharp 3D-Displays und 3D-Laptops)
multi-view Display (z.B. Philips, newsight), die sicher noch verbesserungswürdig sind, aber mit höheren Bildschirmauflösung werden sich in Zukunft die Schwachstellen beheben lassen.
In Bezug auf die Verbreitung wird das Internet eine bedeutende Rolle spielen, noch vor den Fernsehsender. Wenn sich die Gamer ein 3D-Display zulegen, dann ist es naheliegend, sich per Internet 3D-Film zu besorgen, die dann ebenfalls auf diesem Displays laufen."
(j.kluger)
9. Haben Sie einen Tipp
für Zuschauer mit Rot-Grün-Blindheit, um dennoch den
Eindruck von Tiefe zu erhalten? (-horn-)
"Ich
bin mir gar nicht sicher, ob Rot-Grün-Blindheit
überhaupt ein Hindernis für den Einsatz der
Anaglyphentechnik darstellt, da ja sich die Blindheit sowohl auf das
Bild wie auch auf die Brillen auswirkt. Wir haben offen gestanden noch
keinen Rot-Grün-Blinden getroffen, mit dem wir es ausprobieren
konnten.
Die Rot-Grün- oder Anaglyphenbrille stellt ja nur eine der
vielen Möglichkeiten dar, stereoskopische Aufnahmen zu
betrachten.
Bei Verfahren mit Polarisationstechnik, mit Shuttersystem oder bei
autostereoskopischen Verfahren dürfte die
Rot-Grün-Blindheit sicher keine Rolle spielen."
(j.kluger)
10. Zur Zeit haben sich wieder
einige berühmte Regisseure für 3D-Kinofilme
ausgesprochen. Peter Jackson hat vorsorglich mit Stereokameras das King
Kong Remake gedreht und George Lucas denkt wieder darüber nach
eine weitere Überarbeitung seiner Krieg der Sterne Saga
vornehmen zu lassen, um aus 2D-Daten 3D-Daten erstellen zu lassen.
Befinden wir uns wieder vor einem Sprung der Kinotechnik hin zum
3D-Film. Der letzte Versuch 3D-Kino zu etablieren ebbte Ende der 70er
mit Horrorfilmen ab. Nur wird es diesesmal zum Durchbruch kommen?
(-horn-)
"Ich
bin ziemlich sicher, dass es diesmal zu einem echten Durchbruch
für 3D kommt, weil 3D plötzlich in verschiedenen
Bereiche eine immer wichtigere Rolle spielt.
Da ist zum einen der Bereich Kino: die Digitalisierung schreitet voran.
Und es werden neue Digitalbeamer angeboten, mit denen die 3D-Projektion
mit einem Gerät machbar ist. Dadurch werden immer mehr
Digitalkinos auch 3D zeigen können und schon die ersten 3D-Kinovorführung in Deutschland von "Chicken little" ("Himmel und Huhn") in
München und Nürnberg waren ein großer
Erfolgt und haben gezeigt, dass das Publikum 3D begeistert annimmt.
Gleichzeitig erreichen die autostereoskopischen Displays Marktreife. Da
viele bereits vorhandene PC-Games 3D-fähig sind (bzw.
entsprechend nachgerüstet werden können) gibt es 3D-Content. Denn nur wenn es Content gibt, wird der Kunde ein 3D-Display
kaufen. Ist damit die Hardware bei den Kunden vorhanden, gibt es wieder
den Anreiz außer Games auch noch anderen Content für
3D zu generieren, der dann in erster Linie über das Internet
verbreitet werden wird.
3D-Webpages, 3D-Shopping, 3D-Bedienungsanleitungen etc. sind neben
klassischen 3D-Filme nur einige wenige denkbare Konzepte. Da die T-Com
eifrigst am Aufbau des Highspeed Netzes arbeitet, stehen bald auch die
nötigen Bandbreiten zur Verfügung und dies alle
zusammengenommen bietet gute Gründe, dass aus 3D nun
längerfristig ein wichtiges Thema wird."
(j.kluger)
11. Welches der DVD-Nachfolger
HD-DVD und Blu-ray Disc ist für 3D-Filme besser geeignet und
warum? (-horn-)
"Wir
spielen 3D derzeit von leistungsstarken PC-Servern zu, da für
jede Präsentationsform - sei es Projektion, Multi-View-Display
oder Single-View-Display - die Zuspieldaten entsprechend konfiguriert
sein müssen, was mit keinem DVD-System derzeit
möglich ist. Ich hoffe, dass zu gegebener Zeit die Hersteller
für beide DVD-Systeme Konfigurationen bereitstellen werden, um
3D wiederzugeben." (j.kluger)
12. Erstellen Sie auch den Ton
passend in Surround? Denn das wirkliche Tiefeneindruck wird doch
sicherlich Hand in Hand mit passenden akkustischen Reizen gehen.
(-horn-)
"Wir
produzieren überlicherweise 5.1 Ton und erreichen damit auch
auf der Tonebene die gewünschten Raumeffekte, die
unerläßlich sind, um das 3D-Bild optimal zur Wirkung
zu bringen. Auch die 3D-Projektion in unserer Postproduktion ist mit
einer 5.1 Tonanlage ausgestattet.
Es gibt aber darüberhinaus sehr interessante Raumtonsysteme,
wie z.B. IOSONO, die sich insbesonders für Themenparks
anbieten, das Raumerlebnis auch akustisch zu empfinden."
(j.kluger)
13. Für den Fall, dass
auf Grund dieses Interviews einer unserer Leser auf Sie aufmerksam
wurde und seine HD-Fähigkeiten bei Ihnen einsetzen
möchte. Welche kreative Köpfe suchen Sie und welche
Voraussetzung müssen für einen Job bei Ihnen
erfüllt werden? (-horn-)
"Ausser
unserem eigenen Team gibt es so gut wie keine Freelancer die fundierte
Kenntnisse mit Stereoskopie besitzen.
Deshalb suchen wir für unsere Postproduktionsabteilung immer
wieder Mitarbeiter, die das bestehende Team langfristig
ergänzen. Es sollte fundiertes Basiswissen und Praxis im
Umgang mit den gängigen Editing- und Compositingtools
vorhanden sein. Die Ausbildung hinsichtlich Stereoskopie erfolgt dann
durch unser Kernteam." (j.kluger)
14. Haben Sie
abschließend noch eine Frage, Bitte oder Wunsch an unsere
Leser? (-horn-)
"3D
zu produzieren und zu präsentieren ist nicht trivial und kann
bei mangelndem Können ganz schnell in die Hose gehen.
Deshalb leiden wir besonders unter jeder schlechten 3D Produktion die
insgesamt dem Image von 3D schadet. Wir müssen dann oft
mühevolle "Reparaturarbeit" leisten, um von den 3D-Vorteilen
zu überzeugen.
Deshalb die Bitte, von einem faulen Apfel nicht auf die ganze Ernte zu
schließen. Denn 3D ist wirklich toll, es muss nur gut gemacht
sein.
In diesem Zusammenhang wäre es natürlich interessant
zu erfahren, wie das Publikum HD zum einem und 3D zum anderen
beurteilt, welche Erfahrungen schon gemacht wurden."
(j.kluger) (siehe Forum!)
Ich bedanke mich für dieses nette Interview! (-horn-)
"Je
nach Aufgabenstellung. Unsere komplexeste Tonmischung haben wir
für den Deutschen Pavillon EXPO 2000 realisiert, da wurde der
Ton für insgesamt 9 Rundumleinwände über 24
Kanäle zugespielt. Also wir sind für
diesbezüglich noch oben hin offen, aber 5.1 sollte es
mindestens sein." (j.kluger)
Projektor oder Bildschirm (-horn-)
"Je
nach Aufgabenstellung und Bildgröße. Ab einer
gewissen Bildgröße gibt es ja ohnehin keine Wahl."
(j.kluger)
3D oder 2D (-horn-)
"Beides,
denn ich sehe zwischen 3D und 2D keine Konkurrenzsituation, sondern
eine sinnvoll gegenseitige Ergänzung.
3D kann was 2D nicht, dies gilt aber ebenso umgekehrt."
(j.kluger)
Weiterführende
Fragen: Wer nach diesem interessanten und
ausführlichen Interviews noch weitere Fragen hat kann diese
direkt an Herrn Kluger per eMail schicken oder für uns alle
lesbar in unsere Forum unter uncomPRESSed: KUK-Filmproduktion - Josef Kluger einstellen und Herr Kluger wird
diese im Forum beantworten.
Ebenfalls könnt Ihr dort eure Erfahrungen und Meinungen zu den von euch gesehen 3D-Filmen einstellen, von denen Herr Kluger in Antwort Nummer 14 sprach und die er gerne erfahren würde. Dazu zählt auch welche Filme nicht nur gesehen wurden, sondern auch welche Filme euer Meinung umbedingt in 3D-gedreht werden sollen oder hätten gedreht werden sollen und an denen somit ein schöner 3D-Film verloren gegangen ist.
Aber auch nur Reaktionen zu diesem Interview sind herzlich willkommen!